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Oberhaut

Die Oberhaut oder Epidermis (griech. epi über, darauf; derma Haut) besteht auf fünf Schichten und ist als äußerste Hautschicht die eigentliche Schutzhülle gegenüber der Umwelt.

Beim Menschen ist sie aus fünf Schichten aufgebaut und besteht zu 90 Prozent aus Keratinozyten, den eigentlichen Epidermiszellen, die durch so genannte Desmosomen zusammengehalten werden. Die Keratinozyten sind Hornzellen, die einen Zellkern besitzen. Sie produzieren das wasserabweisende Keratin (Hornstoff), das der Haut ihre Festigkeit verleiht. In den obersten Schichten besteht die Epidermis aus verhornten Plattenepithelzellen. Ihre Dicke ist sehr variabel. Je nach Ort, kann sie zwischen 0,03 mm und 4 mm dick sein. Auch das Alter und das Geschlecht haben Einfluss auf die Dicke der Oberhaut. Die Oberhaut besitzt keine Blutgefäße. Sie wird aus den Keratinozyten gebildet.


Die Keratinozyten der Oberhaut sind in fünf verschiedenen Lagen übereinandergeschichtet:

  • Hornschicht (Stratum corneum)
  • Glanzschicht (Stratum lucidum)
  • Körnerschicht (Stratum granulosum)
  • Stachelzellschicht (Stratum spinosum)
  • Basalschicht (Stratum basale)

Die drei oberen Zellschichten bestehen aus verhornten, abgestorbenen Zellen. In der Körnerschicht wird eine Vorstufe des Keratins, das Keratohyalin, hergestellt. Diese Substanz breitet sich in der darüberliegenden Glanzschicht in Form einer fettähnlichen Masse aus. Aus dieser Schicht schieben sich die verhornten Zellen weiter auf die oberste Ebene, die Hornschicht. Dort werden die Zellen fortlaufend abgestoßen. So "häutet" sich der Mensch etwa alle 27 Tage.

Die Stachelzellschicht und die Basalschicht bestehen dagegen aus lebenden Zellen. Sie sorgen praktisch immer für den Nachschub für die drei oberen Hautschichten, in denen Hautzellen abgestoßen werden. Beim Verschluß von Wunden werden, ausgehend von der Basalschicht der gesunden Haut, neue Hautzellen gebildet und wandern langsam über die heilende Wunde.

Die Oberhaut enthält keine Blutgefäße, aber in der Basal- und Stachelzellschicht befinden sich die Melanozyten. Die Melanozyten sind Zellen, die das Pigment Melanin produzieren. Melanin gibt unserer Haut Farbe und sorgt bei Sonneneinstrahlung für eine Bräunung der Haut. Dadurch erfüllen sie eine Schutzfunktion. Sie sollen nämlich die gefährlichen UV-Strahlen davon abhalten, in tiefere Hautschichten einzudringen. Bei zu starken Sonnenbestrahlung werden die Melanozyten geschädigt und können sich in Tumorzellen verwandeln.