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Babyhaut Babyhaut - Der feine Unterschied

Die Haut eines Baby ist viel dünner als die eines Erwachsenen und daher viel empfindlicher.

In der Oberhaut eines Säuglings entstehen ständig neue Zellen, sie sich erst noch spezialisieren müssen. Sie bilden, wenn sie absterben, die oberste, wasserabweisende Hornschicht. Bei einem Baby ist diese Hautschicht noch im Aufbau und daher weniger dick. Auch die übrigen Hautzellen sind noch nicht in so großer Zahl und Dichte vorhanden wie bei einem Erwachsenen. Krankheitserreger, wie auch medizinische Wirkstoffe können leichter eindringen. Aber ganz schutzlos ist die Babyhaut nicht: Die Langerhans-Zellen, die die Immunabwehr übernehmen, sind bereits aktiv. Gegen einen anderen Feind müssen sich Neugeborene dagegen erst wappnen: die Sonne. Babyhaut kann die Hornschicht nicht gegen die einfallenden Strahlen verdicken und noch keine sogenannte Lichtschwiele bilden. Außerdem hapert es bei der Produktion des Hautfarbstoffs Melanin, das uns vor UV-Schäden bewahrt. Zwar sind die notwendigen pigmentbildenden Zellen bereits vorhanden, doch sie arbeiten noch nicht voll. Dagegen ist der Tastsinn bereits recht ausgeprägt. Hier helfen Merkelzellen, die der Druckwahrnehmung dienen. Dieser Zelltyp ist bei Säuglingen in großer Zahl in Lippen und Zunge vorhanden, bei Erwachsenen dagegen in den Fingerspitzen.

In der Lederhaut kommen Venen und Arterien an und verästeln sich zu Kapillaren. Diese reichen bis dicht an die Oberhaut und versorgen sie mit Nährstoffen. Bei einem Baby muss dieses Netz zarter Blutgefäße erst wachsen. Da dieses Aderngeflecht an der Wärmeregulierung beteiligt ist, funktioniert sie erst eingeschränkt. Auch die Schweißdrüsen, die sich über die Lederhaut bis an die Hautoberfläche ziehen, müssen sich erst bilden. Ebenso sind die Talgdrüsen erst im Entstehen. Daher ist der Säureschutzmantel der Babyhaut noch nicht stabil.

Babyhaut - Der feine Unterschied